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Der Herr Karl

Schauspiel von Carl Merz und Helmuth Qualtinger

mit Ernst Konarek

Da sitzt der Herr Karl auf der Bühne, Angestellter in einem Wiener Feinkostladen, sortiert Weinflaschen und philosophiert über das Leben, vor allem das im »Dritten Reich«. Das hat er nicht nur damals nach der jeweiligen Windrichtung ausgerichtet. Das eigene Wohlergehen ist die einzige Messlatte seiner Moral, und Skrupel kennt der »Herr Karl« nun wirklich nicht. Er ist der geborene Mitläufer, gedankenleer und egoistisch, kaltherzig und gierig auf Profit bedacht. Das macht das Stück gegenwärtig höchst aktuell. Den Herrn Karl gab es tatsächlich. Und es gibt ihn natürlich auch heute noch. Überall. 1961 kam das Stück zum ersten Mal auf die Bühne und löste in Österreich sofort einen Proteststurm aus. Der »Nestbeschmutzer« Helmuth Qualtinger wurde über Nacht damit berühmt. Ernst Konarek, Urtyp eines Wieners, ist seit vielen Jahren sein kongenialer Nachfolger. Als Absolvent des Max-Reinhardt-Seminars ist er auf zahlreichen Bühnen beheimatet. Er spielte in Bochum unter Peter Zadeck, filmte mit Peter Patzak in der Wiener Krimiserie »Kottan ermittelt«, war beim »Bullen von Tölz« dabei, spielte über 20 Jahre als Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart – und war auch schon mal in Eutin zur »Legende vom Heiligen Trinker«. Und er hat das großartige Talent, ziemlich böse Themen mit schwarzem Humor zu interpretieren.
Binchen Filmtheater 28.9.2018, 20 Uhr
Eintritt: 12,- / 10,- Euro Kartenvorverkauf in der Tourist-Info Eutin am Markt
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